Soziale Arbeit

Dynamiken Sozialer Berufe

03.05.2021

Seit den sechziger Jahren auf unterschiedlichen Wegen zwischen Chaos und Professionalisierung

ELKE ALSAGO, STEFAN HIERHOLZER, MARIA-ELEONORA KARSTEN

Dieser Text entstand im Kontext der Enquete-Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt“ und wurde von Prof. Dr. Maria-Eleonora Karsten (Universität Lüneburg), Stefan Hierholzer (Universität Lüneburg/ Fachschule Campus29) und Dr. Elke Alsago (ver.di) im Februar 2020 erarbeitet. In zwei Ausschuss-Sitzungen der Enquete-Kommission wurde die Thematik der Sozial – und Erziehungsberufe, Gesundheits- und Heilberufe und der Pflegeberufe diskutiert. Die Kommission formulierte das Interesse sich einen Überblick über die -historisch bedingt - traditionellen Frauenberufe zu verschaffen. Da aktuell kein Überblick über diese Berufe und die dazugehörigen Ausbildungen vorliegt und aufgrund der Entwicklung dieser Berufe auch nicht vorliegen kann, entstand dieser Text als Arbeitspapier, um die Berufe, ihre Ausbildungen und die Unübersichtlichkeit zu illustrieren.

Die aktuelle Situation der Sozialen Berufen und ihrer verschiedenen Ausbildungen lässt sich nur erfassen und darstellen, wenn gleichzeitig ihre Entstehungsgeschichte und die besonderen Dynamiken, die sich auf die Tatsache zurückführen lassen, dass es sich überwiegend um Frauenberufe handelt, analysiert und berücksichtigt werden.

Daher werden in diesem Text zunächst die Historien der Sozialen Berufe beleuchtet und anschließend aktuelle Herausforderungen skizziert. Da die Ausbildung zur Erzieher*in als Schlüsselberuf unter den Sozialen Berufen gelten kann, wird sich auf diese Ausbildung fokussiert.

Zunächst werden die Besonderheiten der personenbezogenen sozialen Dienstleistungen und die aktuelle Ausbildungsstruktur beschrieben. Anschließend wird ihre Relevanz für die (Volks-)Wirtschaft argumentiert.

Die Wandelungen der Ausbildungen, ihre Durchlässigkeiten und zentralen Akteur*innen, insbesondere die Rolle der Kultusministerkonferenz sind weitere Schwerpunkte des Textes. Internationale Bestrebungen und ihre Auswirkungen auf die Ausbildung der Sozialen Berufe werden anschließend thematisiert.

Das vorletzte Kapitel widmet sich dem Verhältnis der Ausbildungen in Deutschland untereinander und zeigt exemplarisch die Unterschiede zwischen den Sozialen (Frauen-)Berufen und den Berufen der Wirtschaft.

Dies Arbeitspapier schließt mit einer unabgeschlossenen ersten Formulierung von dringend gebotenen Handlungserfordernissen für die Weiterentwicklung der Sozialen Berufe und ihrer Berufs(-aus)bildungen.

Im Anhang werden durch Originaldokumente zwei aktuelle Vorgänge dokumentiert, welche die im Text beschriebenen Phänomene illustrieren.

 

Kontakt

  • Dr. Elke Alsago

    Bun­des­fach­grup­pen­lei­te­rin / Di­pl. So­zi­al­pä­d­a­go­gin, So­zi­al­ar­bei­te­rin, Dia­ko­nin

    030/6956-2115