Busse und Bahnen

Positionspapier zum Deutschlandticket

03.04.2023

Zum 1. Mai 2023 kommt das Deutschlandticket. Die ver.di-Fachgruppe Busse und Bahnen hat ihre Bewertung dazu in einem Positionspapier zusammengefasst:

  • Eine bundesweite Vereinheitlichung der Tarifbedingungen auf – im Vergleich zu des bisherigen ÖPNV-Tarifen – niedrigem Niveau ist eine Chance für den ÖPNV.
  • Ein attraktiver ÖPNV – als Voraussetzung für eine Mobilitätswende - braucht aber mehr als günstige Preise: Verlässlichkeit, Barrierefreiheit, ein flächendeckend gutes Angebot – und ordnungspolitische Maßnahmen, die die Attraktivität des MIV einschränken.
  • Wenn der ÖPNV soziale Teilhabe sichern soll, müssen Menschen mit niedrigem (z.B. Transferleistungsempfänger, Azubis) oder ohne Einkommen (z.B. Schüler, Studierende) einen kostenfreien oder kostengünstigen dem Deutschlandticket gleichwertigen Zugang zum ÖPNV erhalten – 49 € sind dafür deutlich zu teuer.
  • Bund und Länder müssen noch mehr Verantwortung für den ÖPNV übernehmen – nicht nur für einheitliche Fahrpreise, sondern auch für hohe bundesweite Bedienstandards – indem sie die Finanzierung des Betriebs und des Ausbaus regulär übernehmen oder die notwendigen Zuweisungen für die Kommunen sicherstellen.
  • Die Verkehrswende gibt es nicht ohne vernünftige Löhne und Arbeitsbedingungen. Wer dafür kein Geld hat, macht den ÖPNV kaputt.

 

Kontakt

  • Andreas Schackert

    Bun­des­fach­grup­pen­lei­ter Bus­se & Bah­nen

    030/6956-2650