Publikation

PR-Info 06/24

ver.di-Personalrät*innen berichten aus dem HPR beim BMF
09.07.2024

Neue Wege der Personalgewinnung

Das BMF hat die Generalzolldirektion angewiesen, vertieft die Einführung der Berufsausbildung zum/zur Verwaltungsfachangestellten, ggf. in Verbindung mit der Erlangung der Fachhochschulreife, zu prüfen. Ferner sollen Fachinformatiker*innen ausgebildet werden.

Dies entspricht im Wesentlichen der langjährigen Forderung von ver.di, neue Wege der Personalgewinnung zu bestreiten.

Förderung von Tarifbeschäftigten

In Anbetracht der zahlreichen offenen Stellen hat das BMF die Generalzolldirektion neuerlich auf das Erfordernis der Gewinnung, Förderung und Qualifizierung von Tarifbeschäftigten hingewiesen.

Nach dem Eindruck von ver.di, mangelt es sowohl in der Generalzolldirektion als auch in der Ortsebene häufig am Willen, Tarifbeschäftigte zu fördern und zu qualifizieren. Auch werden bei Weitem nicht alle Möglichkeiten externer Einstellungen genutzt.

Hier muss ein Umdenken einsetzen.

ver.di fordert den Zoll in Gänze auf, kraftvoll die Einstellung, Förderung und Qualifizierung von Tarifbeschäftigten zu betreiben.

Die Aufgaben des Zolls sind bei Weitem nicht allein durch Beamt*innen erfüllbar.

Besuch des Zollstandorts Flensburg mit MdB Stefan Seidler

Am 18. Juni 2024 besuchten Stefan Seidler, Mitglied des Deutschen Bundestages, Südschleswigscher Wählerverband (SSW), und Stefan Adamski, Sprecher des ver.di Fachvorstands Steuer- und Finanzverwaltung, den Zollstandort Flensburg.

Nach einer Vorstellung der Aufgaben des Zolls fand ein intensiver Austausch mit den Verantwortlichen des Hauptzollamts Kiel statt. Die Zusammenarbeit mit den dänischen Behörden und der Bundespolizei wurde als sehr gut beschrieben. Anschließend wurde eine Kontrollstelle des Sachgebiets C in Flensburg am Schäferhaus Airport aufgesucht, wo zwei Diensthunde und die Mobile Röntgenanlage zum Einsatz kamen.

Dort konnte sich MdB Seidler vom technischen Leistungsstand überzeugen, und dass die Kolleg*innen mit hohem Einsatz und hervorragendem Sachverstand am Werk sind.

Von den Beschäftigten wird die Übernahme von Kontrollaufgaben im Stadtgebiet Hamburg sehr kritisch gesehen. Fahrwege sind extrem weit, die Ortskunde ist eher gering. Ein Nutzen ist nicht erkennbar.

ver.di hat in dieser Angelegenheit von vorneherein darauf hingewiesen, dass es keine ersichtlichen Sachgründe für eine Verlagerung von Aufgaben innerhalb der Kontrolleinheiten Verkehrswege gibt.

 
MdB Seidler, Stefan Adamski und Kolleg*innen am Zollstandort

Dass u.a. von Kiel und weiteren Standorten in Schleswig-Holstein heraus Kontrollen in Hamburg durchgeführt werden, ist in keiner Weise nachvollziehbar und konnte auch vom BMF nicht schlüssig erläutert werden. ver.di wird das Thema neuerlich aufgreifen.

Ferner war deutlich in den Gesprächen spürbar, dass die Personaldecke insgesamt immer dünner wird.

ver.di weist auch hier fortlaufend die Politik auf die unbesetzten Stellen des Zolls und in der gesamten Bundesfinanzverwaltung hin.

Der Besuch und die gewonnenen Eindrücke werden nach der Parlamentarischen Sommerpause politisch nachbereitet.

 

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  • Christian Hoffmeister

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