Publikation

PR-Info 09/23

12.09.2023

Konzept zum Betreuungspersonal der IT-Verfahren der FKS

Im Rahmen des Beteiligungsverfahrens hat die Generalzolldirektion (GZD) dem Bezirkspersonalrat ein Konzept zum Betreuungspersonal der IT-Verfahren der FKS zur Mitbestimmung vorgelegt. 

Durch die Einführung des neuen Informationssystems der FKS (ProFiS 2.0) wurde eine Vielzahl von Tätigkeiten, die bisher außerhalb eines IT-Verfahrens bearbeitet wurden, in diesem System gebündelt. Dadurch erhöht sich auch zwangsläufig die Betreuung der Anwenderinnen und Anwender bei auftretenden Fragestellungen sowie Störungen mit den IT-Anwendungen der FKS. Auch das Aufgabenfeld der Entwicklung sowie die Betreuung der IT- Verfahren der FKS müssen weiter gestärkt werden. Hierzu müssen die personalwirtschaftlichen und organisatorischen Vorgaben für die im Arbeitsbereich DVII.B.32 als „fachliches Kompetenzzentrum FKS-IT“ eingesetzten Verfahrensverantwortlichen für die IT-Verfahren der FKS (FKS-V-IT) sowie die Fachgruppenmanagerinnen und Fachgruppenmanager (FGM) neu geregelt werden.

ver.di begrüßt grundsätzlich, dass die sonst für den Zoll untypische Betreuung der IT-Verfahren von Praktikerinnen und Praktikern ausgeübt wird und weiter intensiviert werden soll. Die dafür eingesetzten FKS-V-IT und FGM werden für diesen Support weitestgehend für Linienaufgaben der GZD - DVII.B.32 eingesetzt, was wiederum aus Sicht der Ortsbehörden dafür plädiert einen KLP Ausgleich für diese Dienstposten zu erhalten. Diese Forderung wird von ver.di ausdrücklich unterstützt.

Für die Betreuung durch die FGM soll diesen ein Mindestanteil von 25 % einer Vollzeitkraft aufgrund des Schlüssels von 0,5 % je zu betreuender/m Beschäftigten in der FKS als Freistellung von sonstigen FKS-Tätigkeiten angerechnet werden. Das im Aufgabenkatalog umfangreich dargestellte Konzept wird diesem Schlüssel nicht wirklich gerecht. Hat doch die Ortsebene somit die Möglichkeit die Aufgaben eines FGM, ggf. auf mehrere 25 % Freistellungen und mehrere FGM aufzuteilen.

ver.di spricht sich hier deutlich dafür aus, den Mindestanteil der Freistellung eines FGM für die Betreuung deutlich zu erhöhen. Eine qualitativ hochwertige Betreuung ist nur durch intensives Auseinandersetzen mit der Materie zu gewährleisten. Auch im Sinne der Fürsorge der eingesetzten FGM ist dies erforderlich, um eine Doppelbelastung durch anspruchsvolle FKS-Tätigkeit bestmöglich vermeiden zu können.

Durchführung eines vereinfachten Überleitungsverfahrens des einfachen - in den mittleren Dienst der Bundeszollverwaltung

Zum wiederholten Male versucht das Bundesministerium der Finanzen (BMF) ein Überleitungsverfahren vom einfachen in den mittleren Dienst der Zollverwaltung zu realisieren. Das BMF möchte Kolleg*innen des einfachen Dienstes, die Interesse am Aufstieg in den mittleren Dienst haben, in einem nochmals vereinfachten Aufstiegsverfahren diese Möglichkeit einräumen. Für ver.di ist die Förderung des einfachen Dienstes absolut wichtig. Allerdings hätten wir erwartet, dass diese Laufbahn ersatzlos gestrichen wird und alle Beschäftigten in den mittleren Dienst überführt werden. Diese Forderung haben wir seit mehreren Jahren präzisiert!

Für uns geht es dabei auch um den Respekt und die Anerkennung vor der bereits geleisteten Arbeit der Beschäftigten des einfachen Dienstes.

Aus unserer Sicht haben die Beschäftigten des einfachen Dienstes über die vielen Jahre und Jahrzehnte ihrer Tätigkeit bereits bewiesen, dass sie vielfach bereits höherwertig gearbeitet haben. Daher halten wir ein Auswahlverfahren, auch wenn es jetzt vom BMF in „abgespeckter Form“ geplant ist, für unangemessen! ver.di meint: Das BMF hat leider die erneute Chance der Anerkennung der Leistung unserer Kolleginnen und Kollegen des einfachen Dienstes verpasst!

 

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  • Christian Hoffmeister

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