Zeit- und Leiharbeit

Erste Tarifrunde ohne Angebot der Arbeitgeber

21.12.2023

In der ersten Tarifverhandlung für die Beschäftigten in der Leiharbeit am 15. Dezember hat der Arbeitgeberverband GVP kein Angebot vorgelegt. Die Arbeitgeberseite argumentierte mit der wirtschaftlich schlechten Situation und den schlechten Aussichten. Die Tarifverhandlungen werden am 29. Januar 2024 fortgesetzt. Die DGB-Gewerkschaften haben die Arbeitgeberseite aufgefordert, dann ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Die gute Arbeit der Leiharbeitsbeschäftigten und deren oft geforderte Flexibilität müssen belohnt werden.

Die DGB-Tarifgemeinschaft fordert für die laufende Tarifrunde die Erhöhung der Entgelte um 8,5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Entgelt-tarifverträge wurden gekündigt und laufen Ende März 2024 aus.

Aus Sicht der Gewerkschaften ist die geforderte Tariferhöhung trotz der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen notwendig und umsetzbar. Angesichts der voranschreitenden Inflation ist es für Leiharbeitsbeschäftigte notwendig, eine spürbare Erhöhung der Entgelte zu erhalten. Eine Erhöhung ist auch nötig, um einen deutlichen Abstand zum gesetzlichen Mindestlohn wieder herzustellen.

Die DGB-Tarifgemeinschaft wendet sich an die Beschäftigten der Branche mit dem Appell, sich im eigenen Interesse zu engagieren und in die DGB-Gewerkschaften einzutreten: „Beteilige Dich vor Ort oder im Betrieb und gib Deiner Gewerkschaft eine starke Stimme in der Tarifrunde. Sprich auch deine Kolleginnen und Kollegen an!“ Anspruch auf die Tarifergebnisse – insbesondere den Mitgliederbonus Leiharbeit – haben nur Gewerkschaftsmitglieder.

 

Kontakt

  • Christian Schadow

    Ge­werk­schafts­se­kre­tär