Zeit- und Leiharbeit

Tarifverhandlung ergebnislos vertagt

31.01.2024

Die zweite Tarifverhandlung in der Leiharbeit wurde am 29. Januar ergebnislos abgebrochen, nachdem der Arbeitgeberverband GVP von seinem völlig unzureichenden Angebot nicht abrücken wollte. Danach sollten die Beschäftigten im Jahr 2024 keine Lohnerhöhung bekommen. Erst ab 1. Januar 2025 sollte es demnach 3,3 Prozent mehr Geld geben. Der Tarifvertrag soll bis Ende März 2026 gelten und hätte damit eine Laufzeit von 24 Monaten.

Die DGB-Gewerkschaften fordern 8,5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten: Die Tariferhöhung ist angesichts der Inflation für Leiharbeitsbeschäftigte notwendig. „Sie brauchen eine spürbare Erhöhung der Entgelte. Die Erhöhung ist nötig, um einen deutlichen Abstand zum gesetzlichen Mindestlohn herzustellen“, heißt es aus den Tarifkommissionen.

Die Tarifverhandlungen werden Ende Februar 2024 fortgesetzt. Die DGB-Gewerkschaften haben die Arbeitgeberseite aufgefordert, dann ein verbessertes Angebot vorzulegen. „Die gute Arbeit der Leiharbeitsbeschäftigten und deren oft geforderte Flexibilität müssen entsprechend entlohnt werden.“

Die Tarifkommissionen wandten sich an die Beschäftigten der Branche mit der Aufforderung: „Beteilige Dich vor Ort oder im Betrieb und gib Deiner Gewerkschaft eine starke Stimme in der Tarifrunde. Sprich auch deine Kolleginnen und Kollegen an!“ Dies bringt unmittelbare Vorteile mit sich: Denn Anspruch auf die Tarifergebnisse – insbesondere den Mitgliederbonus Leiharbeit - haben nur Gewerkschaftsmitglieder.

 

Kontakt

  • Christian Schadow

    Ge­werk­schafts­se­kre­tär