Zeit- und Leiharbeit

Tarifeinigung bei Brunel

12.05.2023

Die ver.di-Tarifkommission und die Geschäftsleitung der Brunel GmbH und Brunel Services GmbH haben sich auf eine neue Entgelttabelle zum 1. April geeinigt, die deutliche Entgeltsteigerungen von bis zu über 13 Prozent vorsieht. Es wurde ein solidarisches Ergebnis vereinbart, das die Ausbildungsvergütungen und die unteren Entgeltgruppen stärker berücksichtigt als die höheren. Die Tariferhöhungen erfolgen zum 1. April 2023 und zum 1. Januar 2024. „Die Tarifkommission hat es geschafft, dass die durchaus deutlichen Einkommenssteigerungen in der Zeitarbeit auch bei Brunel Anwendung finden. Dabei wurde zudem die Tabelle geglättet“, sagt der zuständige ver.di-Sekretär Christian Schadow. Zukünftig gibt es nur noch vier Erfahrungsstufen A, B (neu), C (neu) und D (neu). 

Im Zuge der Tabellenvereinfachung hat die Tarifkommission dafür gesorgt, dass bei jedem Schritt in der neuen Entgelttabelle eine tatsächliche Entgeltsteigerung stattfindet, was vorher nicht der Fall war.

Viele Beschäftigte bei Brunel erhalten individuelle Zulagen, die auf Basis der Arbeitsverträge einzeln verhandelt sind und in den meisten Fällen mit einer Tariferhöhung verrechnet werden. Die ver.di-Tarifkommission hat erreicht, dass der Arbeitgeber proaktiv mit den Betroffenen Gespräche über die individuellen Zulagen führen muss, wenn innerhalb der letzten 24 Monate keine reale Bruttoentgelterhöhung erfolgt ist. Mit dieser Regelung greift die Tarifkommission nicht in die individuellen Arbeitsverträge ein, was sie auch gar nicht kann, aber sorgt dafür, dass es für alle Beschäftigten eine Entgeltsteigerung geben wird, denn die individuellen Gespräche mit dem Arbeitgeber finden vor dem Hintergrund der tariflichen Entgelterhöhung statt. 

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2024.

 

Kontakt

  • Sonja Austermühle

    Bun­des­fach­grup­pen­lei­te­rin Be­son­de­re Dienst­leis­tun­gen