Reisebranche

Lage der Beschäftigten

21.04.2023

ver.di zufolge hat sich die Arbeitssituation der in der Reisebranche Beschäftigten seit Beginn der Pandemie erheblich verschlechtert. Dies berichtete ver.di als Sachverständige am 8. Februar vor dem Tourismusausschuss des Bundestages. Thema der Anhörung war die „Lage in den kleinen und mittelständischen Betrieben im Tourismusbereich“. 

Berichten von Branchenbeschäftigten zufolge gestaltet sich der Arbeitsalltag seit Beginn der Pandemie 2020 immer schwieriger. In der Regel sind in den Jahren 2020 bis 2022 keine bzw. nur kaum Lohnzuwächse bei den ohnehin schon geringen Gehältern erfolgt. Diese liegen im Durchschnitt aller Beschäftigtengruppen und Unternehmen bei knapp über 2.800 Euro brutto im Monat. Sofern im Jahr 2022 Entgelt-Erhöhungen gewährt wurden, haben diese in der Regel die inflationsbedingten Reallohnverluste nicht ausgleichen können. 

Infolgedessen sind viele Kolleg*innen in andere Branchen abgewandert. Zum Personalmangel kommt hinzu, dass die Pandemie das Buchungsverhalten der Kund*innen deutlich verändert hat. Während vor der Pandemie Urlaube langfristig im Voraus gebucht wurden, werden sie nun knapp vor Reiseantritt gebucht. Dies bedeutet für die Kolleg*innen in der Reisebranche intensivere Beratungs- und Buchungsarbeit sowie ein gestiegener Zeitdruck. „Die Kolleg*innen müssen nun also die gleiche Kundenzahl bei gestiegenem Aufwand, geringerer Personaldecke und Gehältern, die nicht einmal zu einer Altersabsicherung reichen, bedienen“, sagte die berichtende Bundesfachgruppenleiterin Sonja Austermühle vor dem Ausschuss.

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Kontakt

  • Sonja Austermühle

    Bun­des­fach­grup­pen­lei­te­rin Be­son­de­re Dienst­leis­tun­gen