Reisebranche

ver.di lehnt Angebot der TUI Deutschland als unfair ab

18.07.2024

Vor der zweiten Verhandlungsrunde zum Entgelttarifvertrag bei der TUI D am 18. Juli 2024 haben die Beschäftigten des Reisekonzerns deutlich gemacht, dass sie das bisherige Angebot der Arbeitgeberin ablehnen. „Wertschätzung und Anerkennung für die geleistete Arbeit und langjährige Unternehmenstreue sieht anders aus. Ein unfaires Angebot!“, lauteten die Reaktionen der Beschäftigten.

Die Arbeitgeberin hatte am 16. Juli 2024 lediglich einmalig wirksame 350 Euro Inflationsausgleichprämie für Juli 2024 sowie je 200 Euro Inflationsausgleichprämie für die Monate August bis Oktober 2024 angeboten. Tabellenwirksame Entgelterhöhungen sieht die TUI Deutschland erst ab 1. November vor, und zwar drei Prozent, ab 1. April 2025 weitere zwei Prozent und ab 1. Januar 2026 weitere 2,5 Prozent. Dies bei einer recht langen Laufzeit von 28 Monaten.

ver.di dagegen fordert für die Beschäftigten nach wie vor eine tabellenwirksame Erhöhung der Gehälter um 150 Euro brutto plus weitere 5,5 Prozent (entsprechend für Auszubildende), die Abschaffung der Entgeltgruppe C sowie die Einführung einer sechsten Erfahrungsstufe nach 16 Jahren Konzernzugehörigkeit in allen Entgeltgruppen, verbunden mit einer Entgelterhöhung um 150 Euro. Dies alles bei einer kurzen Laufzeit von zwölf Monaten.

Ihre Forderungen hatten die Beschäftigten bundesweit deutlich gemacht und ihrer Tarifkommission für die Verhandlungen den Rücken gestärkt: Über 80 Kolleg*innen aus den Reisebüros und dem Homeoffice verteilt in der ganzen Republik hatten sich am 17. Juli an einer aktiven Mittagspause allein digital beteiligt. Manch eine Kamera hatte gleich mehrere Kolleg*innen dahinter zu erfassen. Und vor Ort in Hannover hatten die Kolleg*innen „ordentlich Rabatz gemacht“, wie es aus der Tarifkommission heißt. Insgesamt haben sich deutlich mehr als 150 Beschäftigte der TUI an der aktiven Mittagspause beteiligt.

 
Aktive Mittagspause TUI Deutschland am 17. Juli 2024
Ak­ti­ve Mit­tags­pau­se TUI Deutsch­land am 17. Ju­li 2024

Kontakt

  • Sonja Austermühle

    Bun­des­fach­grup­pen­lei­te­rin Be­son­de­re Dienst­leis­tun­gen