Sozialarbeit

Hilfe für die Jugendhilfe

09.11.2023
Wir müssen die Zukunft der Jugendhilfe selbst in die Hand nehmen.

Der Mangel an Fachkräften in der Kinder- und Jugendhilfe ist seit Jahren bekannt. Für präventive Arbeit mit den Familien bleibt heute kaum noch Zeit. Unser Alltag besteht zunehmend nur aus akuten Kinderschutzfällen und den dazugehörigen Aktenbergen. Zudem kommt es immer öfter vor, dass wir keine Unterbringung für die schutzbedürftigen Kinder finden, da auch die Kindernotdienste am Limit sind (vgl. Meyer, Alsago 2023).

Steigende Fallzahlen und wachsende Anforderungen führen neben dem Generationswechsel dazu, dass immer mehr von uns überlastungsbedingt ausfallen oder den Job wechseln. Durch die hohe Fluktuation verlieren wir in den Teams der Jugendämter Erfahrungswissen. Neue Kolleg:innen werden nicht mehr angemessen umfänglich eingearbeitet, sondern nach dem Motto „learning-by-doing“ sich selbst überlassen. Viele Kolleg:innen entscheiden sich in Teilzeit zu arbeiten, da sie den Druck in Vollzeit nicht mehr aushalten. Andere verlassen die Sozialen Dienste des Jugendamtes schnell wieder.

Es ist an der Zeit, gemeinsam aktiv zu werden und für unsere Forderungen laut und deutlich einzustehen. Aus den letzten Jahren haben wir gelernt: Die Politik und Verwaltung werden es nicht richten. Wir müssen die Zukunft der Jugendhilfe selbst in die Hand nehmen.

Zu diesem Zweck planen wir gemeinsame Aktionen und erarbeiten Handlungshilfen, wie Ihr euch mit euren Kolleg*innen in euren Einrichtungen aktiv für Veränderungen einsetzen könnt. Damit schützen wir die Kinder- und Jugendlichen, uns als Fachkräfte und bauen gleichzeitig politischen Druck auf.

Ihr wollt mitmachen? Meldet euch bei eurer ver.di vor Ort

 

Kontakt

  • Dr. Elke Alsago

    Bun­des­fach­grup­pen­lei­te­rin / Di­pl. So­zi­al­pä­d­a­go­gin, So­zi­al­ar­bei­te­rin, Dia­ko­nin

    030/6956-2115

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