Wohnungs- und Immobilienwirtschaft

Kundgebungen in Bremen und Bremerhaven

14.11.2023

Tarifverhandlungen in der Wohnungswirtschaft. IG BAU und ver.di riefen für den 8. und 9.11. zu Kundgebungen in Bremen und Bremerhaven auf

Die Gewerkschaften IG BAU und ver.di haben die Beschäftigten der Wohnungswirtschaft in Bremen und Bremerhaven für den 8. Und 9. November zu einer aktiven Mittagspausen aufgerufen, um ihren Forderung nach einer deutlichen Tariferhöhung Gehör zu verschaffen. Hierfür kommen die Beschäftigten in ihren Mittagspausen für kurze öffentliche Kundgebungen zusammen und fordern gemeinsam eine bessere Bezahlung von ihren Arbeitgebern ein.

In Bremen fand aktive Mittagspause am 8.11. von 13 bis 13:30 Uhr vor dem Bremer Rathaus statt. In Bremerhaven versammelten sich die Beschäftigten einen Tag später, am 9.11. zur gleichen Uhrzeit auf dem Platz vor dem Auswandererhaus.

Aktuell verhandeln die beiden Gewerkschaften zusammen mit dem Arbeitgeberverband der Deutschen Immobilienwirtschaft die Löhne und Gehälter für die Beschäftigten von über 1300 Wohnungs- und Immobilienunternehmen neu. In Bremen betrifft dies u.a. die GEWOBA, Brebau und StäWoG. Nach mittlerweile zwei Verhandlungsrunden liegen die Vorstellungen jedoch noch weit auseinander.

IG Bau und ver.di fordern für das kommende Jahr für jeden Beschäftigten eine Tariferhöhung um einen Sockelbetrag von 375€ sowie 7,9%. Der Arbeitgeberverband hat seinerseits für 24 Monate eine Teilzahlung der sogenannten Inflationsausgleichsprämie angeboten sowie eine prozentuale Erhöhung der Entgelte um 4,5% ab Juli 2024 und 2,5% ab Juli 2025.

Viel zu wenig, erläutert ver.di-Gewerkschaftssekretär Nils Wolpmann: „Das Arbeitgeberangebot fängt die Preissteigerungen der letzten zwei Jahre nicht ansatzweise auf und bedeutet Reallohnverlust für unsere Kolleg*innen. Das ist inakzeptabel. Wir erwarten eine Tariferhöhung, die den Namen verdient.“

Mit ihren Aktionen in Bremen und Bremerhaven wollen die Gewerkschaften im Vorfeld der dritten Verhandlungsrunde Nachdruck hinter ihre Forderungen bringen.  

 

 

Kontakt

  • Christian Schadow

    Ge­werk­schafts­se­kre­tär