Wohnungs- und Immobilienwirtschaft

Verhandlungen zu Mantel und Beschäftigungssicherung

10.07.2023

Während die Bundestarifkommissionen von ver.di und IG BAU in der Modernisierung des Manteltarifvertrages (MTV) für die Beschäftigten der Wohnungswirtschaft langsam vorankommen, drohen die Gespräche zum Beschäftigungssicherungstarifvertrag zu scheitern.

Der Beschäftigungssicherungstarifvertrag ist 2005 vereinbart worden, um notleidenden Betrieben (gerade in den damals neuen Bundesländern) zu helfen, bzw. betriebliche Lösungen zuzulassen. Diese Öffnungen sollten kontrollier- und nachvollziehbar sein. 

Dieser Abschluss ist nicht mehr zeitgemäß, großflächig notleidende Betriebe sind nicht mehr vorhanden. Vielmehr haben Arbeitgeber diesen Tarifvertrag in mehreren Fällen dafür missbraucht, Arbeitszeiten unentgeltlich zu erhöhen oder unreflektiert Sonderzahlungen zu verringern bzw. Entgelterhöhungen nicht weiterzureichen. 

Dies will die Tarifkommission unterbinden und hat daher den Arbeitgebern vorgeschlagen, den Tarifvertrag Beschäftigungssicherung im ungekündigten Zustand auf den Stand zu bringen, der notleidenden Betrieben tatsächlich hilft, ihn aber auch kontrollierbar macht. 

Das lehnen die Arbeitgeber ab. „Sie wollen das `bewährte´ Instrument erhalten und es weiterhin zu ihren Gunsten ausnutzen“, lautet der Vorwurf von ver.di und der IG BAU.

Weitere Gespräche mit der Arbeitgeberseite dazu sind für Anfang August geplant. 

 

Kontakt

  • Sonja Austermühle

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