Verbände

Tarifergebnis beim Sozialverband Deutschland

24.05.2023

Nach fast eineinhalb Jahren Verhandlungen und einer langen Unterbrechung hat die ver.di-Tarifkommission am 24. Mai in den Entgeltverhandlungen für die Beschäftigten des Sozialverbands Deutschland (SoVD) einen aus ihrer Sicht „guten Kompromiss“ erzielt.

Das Verhandlungsergebnis setzt sich folgendermaßen zusammen: Voraussichtlich im Juni 2023 zahlt der SoVD eine Inflationsprämie in Höhe von 900 Euro netto für alle Beschäftigten aus. Im Juli wird eine weitere Tranche der Inflationsprämie von 900 Euro netto anteilig der Arbeitszeit gezahlt. In den Monaten August 2023 bis Februar 2024 erhält jede*r Vollzeitbeschäftigte eine monatliche Inflationsprämie in Höhe von 100 Euro netto, Teilzeitbeschäftigte erhalten diese anteilig bezogen auf ihre Arbeitszeit. Somit erhalten Vollzeitbeschäftigte insgesamt 2500 Euro nettomehr mit diesem Abschluss.

Geringfügig Beschäftigte erhalten die Inflationszahlungen anteilig ihrer Arbeitszeit. Die vom Arbeitgeber freiwillig gezahlten Gehaltserhöhungen in 2022 werden in den Tarifvertrag übernommen und bilden somit die Grundlage weiterer Verhandlungen.

Eine Arbeitsgruppe wird die ebenfalls vereinbarten Verhandlungen zur Überarbeitung des Gehaltstarifvertrages und des Gehaltsgruppensystems vorbereiten. Sie setzt sich aus je drei Vertreter*innen der ver.di-Tarifkommission und drei Vertreter*innen der Arbeitgeber zusammen. Ziel ist es, dass der „GTV Neu“ ab dem 1. März 2024 in Kraft tritt. Sollten diese Tarifverhandlungen nicht rechtzeitig erfolgreich beendet sein, tritt eine Sicherungsklausel in Kraft. Gemäß dieser Klausel werden die Tabellenwerte dann zum 1. März 2024 um 5,5 Prozent linear angehoben.

Die Tarifkommission hat dem Ergebnis einstimmig zugestimmt.