Publikation

Waterfront 01/2021

13.06.2024

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Arbeitswelt verändert sich immermehr. Globalisierung, Digitalisierung und Automatisierung werden diese Veränderungsprozesse noch weiter beschleunigen. Wirtschaft, Politik und Verbände müssen darauf Antworten finden. Auch wir als Gewerkschaft sind hier gefragt. Es gilt weiterhin Wege zu finden, wie wir die Interessen der ver.di-Mitglieder erfolgreich vertreten können, wie wir Mitglieder beraten, die keinen festen Arbeitsort mehr haben, die mobil sind. Wie wir sie zeitnah über die wesentlichen Themen informieren und sie für manchmal notwendige Gegenwehr mobilisieren.

Vor 20 Jahren wurde ver.di gegründet, ein Zusammenschluss von fünf Gewerkschaften mit 13 neuen Fachbereichen, in denen sich die Mitglieder der fünf Gründungsgewerkschaften wiederfanden. Die so gebildete Matrix ist bis heute der Garant für die gemeinsame Zusammenarbeit.

Aber die Veränderung der Arbeitswelt hat auch vor den bisherigen Branchenzuschnitten nicht haltgemacht. Einige Branchen sind stark geschrumpft aufgrund eines gewaltigen Arbeitsplatzabbaus, wie zum Beispiel in der Schifffahrt, andere sind stark gewachsen wie zum Beispiel der Sozial- und Erziehungsdienst. Deshalb sind
jetzt auch einige ver.di-Fachbereiche fusioniert. Gemeinsam mit dem Öffentlichen Dienst, der Sozialversicherung und den Besonderen Dienstleistungen bildet der Verkehrsbereich nun demnächst einen neuen Fachbereich. Hier gibt es viele Überschneidungen auch im maritimen Bereich. So werden künftig die Hafenbeschäftigten mit den Hafenbehörden eng zusammenarbeiten, genauso wie Schifffahrt mit den Beschäftigten an den Schleusen.

Stabile, hohe Mitgliederzahlen sind ein Garant für die Handlungsfähigkeit und die Arbeit in den Fachbereichen. Der neue Zuschnitt soll dafür die Basis bieten.

Auch ist eine engere Zusammenarbeit zwischen der Maritimen Wirtschaft und dem Luftverkehr geplant. Übereinstimmungen zwischen den beiden Fachgruppen gibt es insbesondere in der Auseinandersetzung mit den Folgen der Globalisierung. Beide Bereiche agieren stark auf internationaler Ebene, da dort wichtige Entscheidungen getroffen werden. Unternehmen im Luftverkehr und im maritimen Bereich reizen wirtschaftlich alles aus, was irgendwie möglich ist, sozial befindet sich dagegen vieles im Argen. Bei aller Zusammenarbeit in politischen Fragen bleibt oberstes Ziel aber eine mitgliederorientierte, ortsnahe Struktur, in der sich alle wiederfinden und ihre Themen einbringen können.

Mit kollegialen Grüßen
Christine Behle

 

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  • Maya Schwiegershausen-Güth

    Bun­des­fach­grup­pen­lei­te­rin Ma­ri­ti­me Wirt­schaft

    030/6956-2610

Hinweis

Ältere Ausgaben der Waterfront können über den Fachbereich Öffentliche und private Dienstleistungen, Sozialversicherung und Verkehr in der ver­.­di Bun­des­ver­wal­tung bezogen werden. Kontakt: kommunikation.fb-b.buv@verdi.de